Akupunktur

Eines der erfolgreichsten Behandlungskonzepte der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) ist die Akupunktur. Sie beruht auf der bekannten Lehre von Yin und Yang, die im Laufe der Zeit durch die Fünf-Elemente-Lehre und durch die Lehre von den Meridianen ergänzt wurde. Bei der Akupunktur werden drei Verfahren verwendet:

  1. In die Akupunkturpunkte werden Nadeln eingestochen
  2. Die Akupunkturpunkte werden erwärmt (Moxibustion)
  3. Die Akupunkturpunkte werden massiert (Akupressur)

Bislang gibt es 361 bekannte Akupunkturpunkte, von deren Anordnung auf den Meridianen die chinesischen Heilkundler überzeugt sind. Nach den Lehren der traditionellen chinesischen Medizin gibt es

  • 12 Hauptmeridiane
  •   8 Extrameridiane
  • rund 341 Extrapunkte

Die 12 Hauptmeridiane sind spiegelbildlich und auf beiden Körperseiten paarig angelegt. Durch das Einstechen der Akupunkturnadeln wird nach der Überzeugung der TCM der Qi-Fluss (Lebensenergie) positiv beeinflusst. Damit gehört die Akupunktur zu den Umsteuerungs- und Regulationstherapien. Eine andere und deutlich ältere Version der Akupunktur ist die Akupressur. Hier wird auf den Einsatz von Nadeln komplett verzichtet, stattdessen werden die Akupressurpunkte mit den Fingerkuppen stimuliert. Die Akupunkturpunkte sind jedoch bei beiden Verfahren identisch.

Mit Akupunktur die Lebensenergie wieder ins Gleichgewicht bringen

Die traditionelle chinesische Medizin sagt, dass in den Meridianen das Qi, also die Lebensenergie, fließt. Sobald diese blockiert oder anderweitig gestört ist, kommt es zu Beschwerden und Krankheiten. Mit Hilfe von Akupunkturnadeln kann das Qi wieder ins Gleichgewicht gebracht werden, indem die entsprechenden Akupunkturpunkte stimuliert werden. Blockaden werden auf dieselbe Weise erfolgreich beseitigt – der Patient spürt schnell eine Besserung.

Es gibt unterschiedliche Nadeltechniken, die entweder sedierend oder tonisierend auf die Akupunkturpunkte einwirken. Die richtige Anwendung der Akupunkturnadeln ist sehr wichtig für den Erfolg der Behandlung. Der Patient merkt, ob ein Akupunkturpunkt richtig erreicht werden konnte, da hier ein sogenanntes Nadelgefühl, DeQi, ausgelöst wird. DeQi ist ein warmer und dumpfer Schmerz, der auch dem Meridianverlauf entlang ziehen kann.

Es gibt jedoch auch Akupunkturformen, bei denen DeQi ausbleibt. Dies hat nicht unbedingt etwas mit mangelndem Erfolg zu tun, sondern kann durchaus erwünscht sein. So kann man durch Erwärmen der Akupunkturpunkte (Moxibustion) ebenso Erfolge verzeichnen wie mit der Akupunktmassage, bei der Ihr Therapeut entlang der Meridiane massiert (Meridianakupressur) Die Moxibustion wird durchgeführt, wenn besonders viel Energie zugeführt werden muss. Andere Massagetechniken sind Tui Na und Gua Sha Fa.

Von der WHO ist die Wirkung von Akupunktur  anerkannt bei folgenden Erkrankungen:

  • Hals-, Nasen,-Ohrenerkrankungen
    • Laryngitis (entzdl. bed. Heiserkeit)
    • Heuschnupfen
    • Anosmie (Geruchsstörungen)
    • Tinnitus
    • Atemwege
    • Akute Sinusitis (Nasennebenhöhlenerkrankung)
    • Akute Rhinitis (Schnupfen)
    • Allgemeine Erkältungskrankheiten
    • Akute Tonsillitis (Mandelentzündung)
  • Lungenerkrankungen

  • chronischer Reizhusten

  • Neigung zu Infekten

  • Akute Bronchitis

  • Asthma bronchiale
(besonders wirksam bei Kindern und Patienten ohne weitere Begleiterkrankungen)
  • Tic nerveux 

  • Ziliarneuralgie 

  • Weitwinkelglaukom (Glaucoma chr. simplex)

  • Optikusatrophie
  • schwankende Sehschärfe
  • postoperative 
Augenschmerzen

  • Akute Konjunktivitis (Bindehautentzündungen)

  • Zentrale Retinitis (Entzündung der Retina)

  • Myopie bei Kindern (Kurzsichtigkeit)

  • Katarakt ohne Komplikationen (grauer Star)
  • Zahnschmerzen

  • Schmerzen nach Zahnextraktionen

  • Gingivitis (Zahnfleischentzündung)

  • Akute und chronische Pharyngitis (Halsentzündung)
  • Herzbeklemmungen

  • Tachykardie

  • Hypo,-Hypertonie

  • Kreislaufkollaps
  • periphere Durchblutungsstörungen


  • Magengeschwür

  • Erbrechen und Brechreiz ohne organische Befunde 

  • Reizdarmsyndrom (Colon irritabile)

  • chronische Verstopfung

  • Hämorrhoiden

  • Analfissuren

  • Cholezystitis
Cholelithiasis (unterstützend)
  • Schluckauf

  • Ösophagus,- und Kardiospasmen (Speiseröhrenverkrampfungen)

  • Schluckauf (Singultus)

  • Gastroptose

  • Akute und chronische Gastritis

  • Hyperazidität des Magens (Magenübersäuerung)

  • Chronisches Ulcus duodeni (Zwölffingerdarmgeschwür)

  • Akute und chronische Colitis (Dickdarmentzündung)

  • Akute bakterielle Dysenterie (Ruhr)

  • Obstipation (Verstopfung)

  • Diarrhö (Durchfall)

  • Paralytischer Ileus (Akutes Darmverschlusssyndrom)
  • HWS,-BWS und LWS-Syndrom

  • Ischialgie ("Ischias")

  • Lumbalgie ("Rückenschmerzen")

  • Rheumatoide Arthritis ("Rheuma")

  • Schulter-Arm-Syndrom

  • Tennisellenbogen (Epicondylitis)


  • Kopfschmerzen 

  • Migräne 

  • Trigeminusneuralgie
Fazialisparese

  • Lähmungen nach Schlaganfall

  • periphere Neuropathien

  • Morbus Menière (Drehschwindel)

  • Neurogene Blasendysfunktion

  • Enuresis nocturna(Bettnässen)

  • Intercostalneuralgie
  • Amenorrhö (ausbleibende Regel)
  • Dysmenorrhö( schmerzhafte Regelblutung)
  • Flour vaginalis (vaginaler Ausfluß, sog. "Weißfluß", wenn nicht entzündlich)
  • Klimakterische Beschwerden
  • Kinderwunsch
  • Geburtsvorbereitung
  • Wehenschwäche
  • sanfte Kindswendung bei Beckenendlage vor der Geburt
  • Blasenentzündungen
  • Bettnässen
  • Dysurie (Schmerzen beim Wasserlassen soweit nicht organisch bedingt)
  • Nieren -und Harnleiterstein-Kolik
  • Fertilitätsstörungen
  • Impotenz
  • Allergie
  • Heuschnupfen
  • Herpes Zoster (Gürtelrose)
  • Juckreiz
  • Einschlafstörungen
  • Durchschlafstörung

  • Nikotin
  • Adipositas bei Esssucht)
  • Vegetative Störungen
  • Augenerkrankungen

  • Mundhöhlenerkrankungen

  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen

  • Magen-Darmerkrankungen

  • Orthopädische Erkrankungen

  • Neurologische Erkrankungen

  • Gynäkologische Erkrankungen
  • Urologische Erkrankungen
  • Hauterkrankungen
  • Schlafstörungen
  • Sucht

Die traditionelle chinesische Medizin kennt Diagnosebezeichnungen nicht in der Form, wie wir sie verwenden. Vielmehr arbeitet die TCM nach Behandlungsmustern, die alle körperlichen und seelischen Symptome in einer ausführlichen Anamnese zusammenfasst.

Ich arbeite ebenfalls nach den Lehren der traditionellen chinesischen Medizin. Das bedeutet für Sie, dass ich Sie als Ganzes betrachte. Körper, Geist und Seele bilden eine Einheit, die ich insgesamt behandle.

Sie haben noch Fragen zur Akupunktur und den Möglichkeiten, die sich für Sie daraus ergeben?

Rufen Sie mich an – ich nehme mir gern Zeit für Sie!